Bei meinen Recherchen für einen Vortrag zu Klimawandel und Konsum bin ich über drei Dinge gestolpert, die mir zu Denken geben und die ich Euch nicht vorenthalten möchte
1. Der neue Trend aus den USA, von dem wahrscheinlich einige schon gehört haben, sind die LOHAS, also Menschen, die den Lifestyle of Happiness and Sustainability pflegen. Ihr Credo: Wer nicht konsumiert, verpasst es, unsere Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit zu lenken. Da liegt es nur nahe, dass auf Internetplattformen wie lohas.de auch Autos wie der Lexus RX 400h mit Hybridantrieb gehypt werden. Nun können endlich auch SUV-Fahrer (s. Foto) ihr Gewissen beruhigen.
2. Am 2. April 2007 hat die Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg eine Studie mit dem Titel “Klimawandel belebt Binnennachfrage” veröffentlicht. Tenor: Das wachsende Umweltbewußtsein treibt den Konsum von nachhaltigen Produkten an.
3. Schaut man sich die CO2-Intensität unseres Wirtschaftens an, dann fällt auf, dass in vielen Industriestaaten die Menge CO2, die zur Erzeugung eines Dollars Bruttoinlandsprodukt aufgewendet werden muss, zwischen 1990 und 2004 deutlich gesunken ist – d.h.: Wir konsumieren immer nachhaltiger. Stellt man dem dieGesamt-CO2-Emissionen der Staaten gegenüber, ist die Bilanz allerdings enttäuschend: Wenn überhaupt, dann ist der Gesamtausstoß um deutlich weniger gesunken. Soll heißen: Wir konsumieren immer nachhaltiger, aber auch immer mehr. Wachstum frisst Nachhaltigkeit!
Irgendwie schräg, wenn angesichts dieser Zahlen der Klimawandel die Deutschen zu immer mehr Konsum antreibt, oder?