Das Attac Blog zu Klimawandel, Globalisierung und Klimapolitik
Eure Meinung zum Buch
Ein Kommentar
Den drei Autoren ist es gelungen mit Wem gehört der Himmel? eine knackige Einführung in die Welt der Klimapolitik vorzulegen. Da sie über den Tellerand der Mainstream- Klimadebatte hinausblicken und weniger bekannte, kritische Klimadiskurse nachzeichnen, ist dieses Buch auch für erfahrene Klima-Hasen äußerst lesenswert.
Wem gehört der Himmel beginnt mit der Diskussion der Klimaproblematik aus einer Gerechtigkeitsperspektive. Diese beschränkt sich nicht nur darauf die historische Verantwortung der Industrieländer aufzuzeigen. Methmann, Haack und Eisgruber gehen darüber hinaus und hinterfragen die Themen, die heute als Lösungen präsentiert werden: Clean Coal, Biosprit und CDM, um nur einige zu nennen, die diskutiert werden, verursachen nach Ansicht der Autoren Ungerechtigkeiten, die fast so schwerwiegend sind, wie das Problem Klimawandel selbst.
In weiteren Abschnitten erörtert das Buch, in prägnanter Art und Weise, den Einfluss den die heutige Weltwirtschaftsordnung auf den Klimawandel hat. Hierbei werden Themen wie Freihandel und Patentschutz ebenso diskutiert wie die Rolle der internationalen Finanzorganisationen. Ihre Analyse schließen sie mit einer Debatte der Frage, ob gerechter Klimaschutz und Kapitalismus überhaupt zusammen funktionieren können.
Auch wenn das Schlusskapitel etwas knapp ausfällt, gibt es am Ende noch einen kleinen Ausblick wie das Klima gerettet werden kann, ohne gleichzeitig unzählige weitere Probleme zu verursachen: hierbei werden konkrete Maßnahmen, wie eine Besteuerung des internationalen Schiffs- und Flugverkehrs, ebenso vorgestellt wie die Forderung nach Deglobalisierung.
Zusätzlich zu dem eigentlichen Text gibt es eine umfangreiche Liste mit Leseempfehlungen zu den verschiedenen Themen, die im Buch behandelt werden.
Knapp und eingängig geschrieben, verspricht das Buch eine interessante Nachmittags- oder Abendunterhaltung. Die Denkanstöße, die es gibt, halten allerdings etwas länger vor!
Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern eine Frage der Gerechtigkeit und eng mit den Strukturen der kapitalistischen Globalisierung verwoben.
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Den drei Autoren ist es gelungen mit Wem gehört der Himmel? eine knackige Einführung in die Welt der Klimapolitik vorzulegen. Da sie über den Tellerand der Mainstream- Klimadebatte hinausblicken und weniger bekannte, kritische Klimadiskurse nachzeichnen, ist dieses Buch auch für erfahrene Klima-Hasen äußerst lesenswert.
Wem gehört der Himmel beginnt mit der Diskussion der Klimaproblematik aus einer Gerechtigkeitsperspektive. Diese beschränkt sich nicht nur darauf die historische Verantwortung der Industrieländer aufzuzeigen. Methmann, Haack und Eisgruber gehen darüber hinaus und hinterfragen die Themen, die heute als Lösungen präsentiert werden: Clean Coal, Biosprit und CDM, um nur einige zu nennen, die diskutiert werden, verursachen nach Ansicht der Autoren Ungerechtigkeiten, die fast so schwerwiegend sind, wie das Problem Klimawandel selbst.
In weiteren Abschnitten erörtert das Buch, in prägnanter Art und Weise, den Einfluss den die heutige Weltwirtschaftsordnung auf den Klimawandel hat. Hierbei werden Themen wie Freihandel und Patentschutz ebenso diskutiert wie die Rolle der internationalen Finanzorganisationen. Ihre Analyse schließen sie mit einer Debatte der Frage, ob gerechter Klimaschutz und Kapitalismus überhaupt zusammen funktionieren können.
Auch wenn das Schlusskapitel etwas knapp ausfällt, gibt es am Ende noch einen kleinen Ausblick wie das Klima gerettet werden kann, ohne gleichzeitig unzählige weitere Probleme zu verursachen: hierbei werden konkrete Maßnahmen, wie eine Besteuerung des internationalen Schiffs- und Flugverkehrs, ebenso vorgestellt wie die Forderung nach Deglobalisierung.
Zusätzlich zu dem eigentlichen Text gibt es eine umfangreiche Liste mit Leseempfehlungen zu den verschiedenen Themen, die im Buch behandelt werden.
Knapp und eingängig geschrieben, verspricht das Buch eine interessante Nachmittags- oder Abendunterhaltung. Die Denkanstöße, die es gibt, halten allerdings etwas länger vor!