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Die Kuschelzeit ist vorbei: 10.000 in Deutschland, 100.000 weltweit

8. Dezember 2007

Heute war globaler Klima-Aktionstag. Weltweit waren Hunterttausende auf der Straße, um ihren Regierungen wegen inkonsequenter Klimapolitik aufs Dach zu steigen: Zum Beispiel in London 10.000, in Athen 3000, auf Bali selbst 2000, und in Taipeh 1500 Menschen.

Auch in Deutschland gab es die ersten große Klimaschutz-Demo. In Berlin demonstrierten 5000 gegen die Klima-Heuchelei der Bundesregierung. In Neurath bildeten 3000 eine Menschenkette um den Bauplatz des größten Kohlekraftwerks in Europa. Bundesweit waren 10.000 Menschen auf der Straße. Das ist ein großer Erfolg, denn nur wenn wir die öffentliche Stimmung in realen politischen Druck umsetzen, wird es auch reale Veränderungen geben. Die Kuschelzeit ist seit heute vorbei!

Zwar lag die Zahl der DemonstrantInnen noch unter denen anderer großer gesellschaftlicher Konfliktfelder. Aber auch in anderen Ländern wie Großbritannien, wo im letzten Jahr 20.000 Menschen allein in London auf der Straße waren und welches gerne als Beispiel für eine entstehende Klimabewegung genannt wird, brauchte es mehrere Jahre, bis der Klima-Aktionstag ein etabliertes Datum war. Deshalb ist der erste globale Klima-Aktionstag in Deutschland ein wichtiger Schritt.

Und wie Sven Giegold es in seiner Rede in Neurath treffend auf den Punkt gebracht hat:

Das darf nicht wieder für lange Zeit die letzte bundesweite Demo der Umweltbewegung gewesen sein. Attac wird sich dafür einsetzen, dass die Klima-Allianz die Menschen immer wieder auf die Straße bringt. Wir wissen: Mit jedem Unwetter und Hitzesommer, jeder Dürre und Hugersnot in den Ländern des Südens wird unsere Bewegung wachsen! Wir sollten von der Anti-Atom-Bewegung lernen: Die Bauplätze der Kohlekraftwerke und Billigflughäfen warten auf die ersten Besetzerinnen und Besetzer!

 

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3 Kommentare

  1. Schade, dass in Berlin kaum Leute von Attac sichtbar waren. Die viel gescholtenen „Licht aus“-Organisationen Greenpeace und BUND hatten eindeutig besser mobilisiert. Sogar von den Veganern habe ich mehr gesehen als von Attac.


  2. […] war leider auch, wer nicht mobilisiert hatte. Vom WWF und Robin Wood fehlte jede Spur, von Attac habe ich sehr wenig gesehen. Nabu und Grüne Liga hatten immerhin Infostände aufgebaut. Kirchliche […]


  3. Ist doch super, dass viele TierrechtlerInnen da waren („VeganerInnen“). Schließlich macht der Fleischkonsum doch einen erheblichen Teil des Klimawandels aus! Laut UNO werden 18 % des Klimawandels durch Tierhaltung verursacht. Nicht mal mehr der weltweite Verkehr bringt so viel auf die Klimawaage! http://www.mampf-dem-klimawandel.de/

    Und voher weißt du, dass nicht doch viele attacis da waren nur eben nicht zur attac Werbung, um Fahnen zu schwenken. Woher willst du wissen, dass die „VeganerInnen“ nicht alle Mitglied bei attac sind?



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