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Der Anpassungsfonds – ein Witz

12. Dezember 2007

Der UN Generalsekretär Ban Ki Moon warnt vor dem Ende der Menschheit – und die Staaten handeln scheinbar. Nun haben sie erst mal die neue Struktur des Anpassungsfonds festgelegt, aus dem in Entwicklungsländern Anpassungsmaßnahmen an das geänderte Klima wie etwa Küstenschutz gezahlt werden sollen. Bis 2012 soll dieser Fonds mit 500 Millionen Dollar ausgestattet sein.

Abgesehen davon, dass ein Finanzvolumen von 500 Millionen Dollar nicht die jährliche Auszahlung von 500 Millionen Dollar bedeutet, ist diese halbe Milliarde nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Experten schätzen einen Bedarf ein, der astronomisch hoch liegt: Das UN-Umweltprogramm UNDP geht von benötigten 86 Milliarden Dollar im Jahr 2015 aus – jährlich. Wenn also EU-Umweltkommissar Stavros Dimas von einem Durchbruch spricht, kann das nur als Witz verstanden werden. Ein ziemlich schlechter obendrein.

Die deutsche Bundesregierung rühmt sich derweil, den größten Anteil (60 Millionen Dollar von insgesamt 160 Millionen Dollar) der neuen Forest-Carbon-Partnership-Facility zu stellen. Daraus sollen Entwicklungsländer eine Entschädigung erhalten, sofern sie auf das Abholzen der Tropenwälder verzichten. Der Ansatz hat neben dem wieder viel zu geringen Finanzvolumen nur einen Haken: Das Geld der Bundesregierung entstammt ihrem Entwicklungsetat – und fehlt damit an anderer Stelle. Zusätzliche Ausgaben zur Rettung der Menschheit wären dann wohl doch zu viel des Guten gewesen, nicht wahr, Herr Gabriel?

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