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Studie enthüllt: Schwindel beim CDM

14. Dezember 2007

Der Clean Development Mechanism soll es Unternehmen in Industrieländern ermöglichen, Emissionsreduktionen kostengünstig in Entwicklungsländern vorzunehmen – und sich diese Emissionsreduktionen auf die eigenen Emissionen anrechnen zu lassen.

Abgesehen davon, dass der Anreiz zur Emissionsreduktion in Industrieländern nicht gerade gefördert wird, gab es lange Zweifel an der geforderten Zusätzlichkeit der Projekte. Die CDM-Maßnahmen in einem Entwicklungsland müssen demnach zusätzlich zu ohnehin geplanten Vorhaben durchgeführt werden – sonst würden die Emissionen ja unter dem Strich steigen. Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts im Auftrag des WWF belegt nun, das CDM-Projekte oftmals das Kriterium der Zusätzlichkeit nicht erfüllen: Bei Rund 40 Prozent der Projekte wurde festgestellt, dass sie auch ohne den CDM durchgeführt worden wären. Das führt dann zu steigenden Emissionen, weil die Industriestaaten sich diese Reduzierungen anrechnen und entsprechend mehr emittieren können.

In anbetracht der Tatsache, dass knapp die Hälfte aller CDM-Maßnahmen heiße Luft sind, sollte ein Moratorium solcher Projekte verhängt werden – so lange, bis die Kontrollmöglichkeiten und Kriterien verschärft werden, um Missbrauch ausschließen zu können.

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