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Die Lüge von der Lücke

8. April 2008

Nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Versuch der Atomlobby, Kernenergie als umweltfreundliche Zukunftstechnologie umzudeuten, änderten die Gegner des Atomausstiegs in den vergangenen Wochen die Strategie und setzten stattdessen auf öffentliche Panikmache. Das Gespenst der Stromlücke geisterte durch die deutsche Presselandschaft. Das Argument – so einfach wie einleuchtend. – weniger Atom = weniger Strom; heisst: Der geplante Atomausstieg gefährdet die Versorgungssicherheit der Deutschen ab 2012. Gestützt wurde diese These durch Berechnungen der Deutschen Energieagentur (dena). Zweifel an der Objektivität der dena konnten einem jedoch allein ob der Tatsache kommen, dass diese dem Bundeswirtschaftsministerium unter Michael Glos (CSU) untersteht.

Nachdem bereits die deutsche Umwelthilfe die dena-Studie als interessengeleitete Stimmungsmache kritisiert hatte, hat nun auch das Bundesumweltministerium eine Studie vorgelegt, die die These von der Stromlücke widerlegt. Der bis zum Jahr 2020 vorgesehene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie gefährdet nicht die Versorgung Deutschlands mit Strom, so die wesentliche Erkenntnis der Studie. Dies dürfte den kommerziellen Massenmedien jedoch weitaus weniger eine Meldung Wert sein, als das mit Verlustängsten behaftete Bild von flächendeckenden Stromausfällen. So könnte sich die Vorstellung eines drohenden Energiemangels durch den Atomausstieg bei Vielen nachhaltig einprägen.

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One comment

  1. Selbst wenn Lücke. Ich will ja die drei E´s. (Energieeinsparung,. Energieeffizienz und erneuerbare Energien). Ersteres und Zweiteres bedeutet ja, wir brauchen nicht mehr so viel Strom. Wieso braucht den auch jeder Kiosk seine beleuchtete Werbetafel und jede Anlange seine Standby Leuchte?



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