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Konjunktur- und Weltklima retten

28. Juli 2008

Während ganz Deutschland über das sich verschlechternde Konjunkturklima in Sorge ausbricht, zeigt die Konjunturkurve für das Thema Weltklima nach dem Boom der vergangenen Monate wieder einmal nach unten. Wie die Sorge um beides zusammen gebunden werden und positiv gewendet werden kann, dazu wagt Thomas Fricke, Chefökonom der FTD, nun einen eher unorthodoxen Vorstoß.

Sein Vorschlag: Statt die Pendlerpauschale wieder einzuführen oder Steuern zu senken, sollte jeder Haushalt einen einmaligen Scheck vom Staat erhalten, mit dem ausschließlich klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen erstanden werden dürfen. Das wäre gut für Konjuktur- und Weltklima, weil mehr gekauft wird (die Binnennachfrage schwächelt nach wie vor) und gleichzeitig wird endlich das enorme Potenzial im Bereich Energieeffizienz angezapft.

Natürlich kann man über einiges den Kopf schütteln, was da so rauskommt, wenn ein Ökonom über den Klimaschutz nachdenkt. Zu den Lowlights gehört: neue Autos kaufen, die weniger Sprit verbrauchen, oder das alte auf Biosprit umrüsten. Mit der Idee, dass mit dem Scheck die Wärmedämmung in Wohnungen verbessert werden kann, macht er hingegen einen guten Punkt, der auch eine Antwort auf die steigenden Energiepreise beinhaltet. Und im Kern spricht Fricke den entscheidenden Knackpunkt an: Wenn es nicht gelingt, Ökologie und soziale Fragen zu verbinden, dann wird der Klimaschutz weiter im Konjunkturtal des nächsten Jahres versinken.

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