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Wer bietet weniger?

28. November 2008

Unter dem Motto „Time to lead!“ haben WWF, FoE Europe, Greenpeace und das Climate Action Network eine Aktion gestartet, um unsere „leader“, die Staats- und Regierungschefs der EU jetzt endlich zum Klimaschutz zu bewegen. Schaut man sich den zugehörigen YouTube-Clip an, fragt man sich schon, warum bloß niemand die Luft aus Merkels demonstrativ zur Schau gestellten Muskeln lässt – schließlich ist sie höchstens in der Disziplin „Klimaheuchelei“  als leaderin bekannt.

Aber das ist bei weitem nicht der einzige Misston in dieser konzertierten Aktion.

Es findet sich noch ein gravierender Fehler in der Partitur: Entschließt man sich mitzumachen und seine Regierung aufzufordern, die Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, so kommt man auf eine Seite, auf der 30% Emissionsreduktion in der EU gefordert werden. 30%? Wer findet den Fehler? Genau: Anerkannter wissenschaftlicher Konsens ist, dass der Klimawandel nur bei einer Reduktion von mindestens (!) 40% bis 2020 auf 2 Grad zu begrenzen ist. Frappierend, dass sich die Umweltverbände offenbar genötigt fühlen, in den bet-to-the-bottom einzusteigen, denn die europäischen Regierungen angestimmt haben. Verdammt, ich kann mich bloß nicht mehr erinnern, von wem diese 40%-Forderung noch kommt…

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