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System Change not Climate Change

15. Dezember 2009

Dass der größte Block der Samstagsdemo unter dem Motto „System Change not Climate Change“ stand, und die beiden großen Netzwerke Climate Justice Now! und Climate Justice Action vereinte, zeigt das radikale Potential dieser neuen Bewegung. Das People’s Assembly des Climate Justice Now! am Sonntag war dann auch ganz im Zeichen einer vielfältigen Bewegung von unten. Hier kamen Stimmen zu Wort, die in den offiziellen Verhandlungen nicht zu hören sind, von Adivasi in Indien über Indigene und Kleinbauern in Lateinamerika, Öl-im-Boden-lassen Initiativen in Ecuador und Nigeria, bis attac in Europa und Gewerkschaften aus Brasilien. Statt Klima-Poker wurde deutlich, dass Klimaveränderungen sehr konkrete Probleme und Konflikte um Wasser, Land und Wälder mit sich bringen und dass Klimagerechtigkeit durch Bewegungen erkämpft werden muss. So waren meine Befürchtungen, dass CJN! sich auf die verhandlungsinterne Ebene des Nord-Süd-Konflikts, wohl unbegründet. Indessen spitzt sich die Konfrontation innerhalb der Verhandlungen zu. Die Ablehnung des Kyoto-Protokolls seitens der USA und der EU führte zu eine wütende Stellungnahme der G77 und zu eine Rebellion der afrikanischen und LDC Staaten, die mit Ecuador alle weiteren Verhandlungen boykottieren wollen, bis die Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll im Plenarsaal geklärt werden. Ein Schulterschluss zwischen einigen Delegationen mit den sozialen Bewegungen im Rahmen der „Reclaim Power“ Aktion am Mittwoch scheint zum greifen nahe.

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