Archive for the ‘Emissionshandel’ Category

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UN-Klimagespräche in Bangkok bestätigen marktbasierte Mechanismen

8. April 2008

Vom 31. März bis zum 4. April fand in Bangkok die erste Verhandlungsrunde der Bali-Roadmap statt. Lange Zeit sah es so aus, als gäbe es nichts von diesen Gesprächen zu berichten. Einige Beobachter sprachen sogar davon, dass anscheinend überhaupt keine Verhandlungen stattfinden würden. Nur zu gut in dieses Bild passten die freundlichen Worte des thaländischen Vize-Premierministers während der Eröffnungs-Plenarsitzung, die eher an die Eröffnung einer Tourismusmesse erinnerten:

“You can fly, to any city in Thailand. I hope you get a chance to explore this beautiful country before you all leave,”

Nun gibt es allerdings doch noch etwas zu berichten was über spannende Reiseberichte hinaus geht.

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Gaga-Gabriel und die Lala-Landesbanken

3. April 2008

Heute morgen im Zug. Ich lese Zeitung…

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Der Emissions-Bazar (2): Grund für ein Einkommen?

19. Februar 2008

Letzte Woche hatten wir über die CO2-Kreditkarte berichtet, ein Ansatz zur kompletten Individualisierung des Klimaproblems. Dass der Emissionshandel zukünftig aber auch eine ganz andere Rolle spielen könnte, zeigt ein Konzept des ILSR aus Minnesota. Read the rest of this entry ?

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Der Emissions-Bazar (1): Die CO2-Ich-AG

15. Februar 2008

Momentan wird der Emissionshandel wieder einmal hoch gehandelt. In Brüssel tobt eine Schlacht um die Frage, ob es der europäischen – insbesondere der deutschen – Industrie zuzumuten wäre, ihre Emissionen um 20% bis 2020 zu reduzieren und die Emissionsrechte zu ersteigern. Wie auch immer man zum Prinzip Emissionshandel steht, man kann nicht von der Hand weisen, dass eine hundertprozentige Versteigerung der Emissionsrechte ganz realpolitisch einen Sieg für den Klimaschutz bedeuten würde.

Dass aber auch eine grundsätzliche kritische Auseinandersetzung mit dem Emissionshandel notwendig ist, zeigen zwei kürzlich veröffentlichte Konzeptpapiere. Read the rest of this entry ?

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Schon wieder ein Problembär

18. Januar 2008

Sigmar Gabriel hat ein Herz für Tiere. Im letzten Jahr demonstrierte er uns das eindrücklich, indem er die Patenschaft für den knuffigen Knut übernahm. Gelernt hat er von seinem Schützling allerdings nichts. Das hat er gestern eindrücklich demonstriert, als er in seiner peinlichen Regierungserklärung zum Klimaschutz laut „Wasch mich!“ rief, aber dabei wie selbstverständlich davon ausging, dass einem der Pelz dabei doch bitte schön nicht nass gemacht werden solle.

Anders ist es nicht zu erklären, wie Gabriel in einer wahnwitzigen rhetorischen Verrenkung in ein und derselben Rede eine Verschärfung des Klimaschutzes auf europäischer Ebene forderte, gleichzeitig aber großzügigen Ausnahmeregelungen für die deutsche Industrie das Wort redete.

Die vehemente Ablehnung sowohl von Auflagen für die deutschen Autobauer als auch der Einbeziehung von Zement-, Stahl- und Chemie-Industrie gipfelte in einem Satz, der durchaus in einem Drama von Beckett zu lesen sein könnte:

Deutschland will den engen Schulterschluss des Jahres 2007 mit der EU beibehalten. Allerdings setzt dies auch die Bereitschaft der EU-Kommission voraus, die spezifischen wirtschaftlichen Voraussetzungen zu beachten, die unser Land einfach benötigt, um seine Vorreiterrolle im Klimaschutz auch weiterhin tragen zu können.

Bleibt zu hoffen, dass aus den Brüsseler Plänen zur Verschärfung des Emissionshandels kein „Warten auf Gabriel“ wird.

PS: Wie so oft im absurden Theater steckt auch im Irrealen ein realer Kern. Natürlich ist Klimaschutz unter Bedingungen einer globalisierten Wirtschaft nicht so einfach umzusetzen. Die Gefahr ist groß, dass die neoliberale Wettbewerbsorientierung der Weltwirtschaft den Klimaschutz untergräbt (wofür sich viele Beispielein unserem Basistext finden). Anders als Gabriel, der daraus folgert, lieber nur dem Namen nach Klimaschutz zu betreiben, fordern die europäischen Gewerkschaften lieber einen Klimaschutz-Zoll. Mehr dazu demnächst auf dieser Bühne.