Archive for the ‘Entwicklung’ Category

h1

Terminhinweis: Kohle für wen? Klimagerechtigkeit in Berlin

15. Dezember 2008

Morgen gibt’s ne interessante Veranstaltung in Berlin, die nach Klimagerchtigkeit international und vor Ort fragt. In der Einladung heißt es zum Beispiel:

Zugleich ist bei dem Ruf nach ‚Klimagerechtigkeit‘ und nach einem Umbau der Energieversorgung in Berlin auch nach möglichen sozialen Folgen hier in Berlin selbst – etwa für Beschäftigte, AnwohnerInnen oder VerbraucherInnen – zu fragen.

Solche Veranstaltungen finden wir natürlich super!

WEED, BUND, BER, die klima-allianz & die BI ‚Nein zum Kohlekraftwerk‘ laden ein:

Veranstaltung: „Kohle für wen? Klimagerechtigkeit in Berlin“

Der globale Klimawandel schreitet voran, die internationale Klimapolitik kriecht nur im Schneckentempo – und große Energiekonzerne wie Vattenfall planen weitere neue Kohlekraftwerke. Anfang 2009 will Vattenfall bekannt geben, ob auch in Berlin ein riesiges neues Kohlekraftwerk gebaut werden soll. Ein solches Vorhaben wäre nicht nur ökologisch ein Desaster, sondern wäre auch aus Gründen internationaler Gerechtigkeit abzulehnen.

Die Veranstaltung „Kohle für wen?“ stellt das Konzept der ‚Klimagerechtigkeit‘ vor und wird die Folgen der Kohlekraftnutzung kontrovers diskutieren.

Termin: Dienstag, 16. Dezember 2008 ab 19:00

Read the rest of this entry ?

h1

Das Recht auf Entwicklung in Zeiten der Klimakrise

7. Dezember 2007

damaris_nunda_kenia172px.jpgDie Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) hat eine neue Studie veröffentlicht, in der Maßstäbe für ein gerechtes Klimaschutzabkommen umrissen werden. Der Hauptakzent wird dabei auf die bereits in der Klimarahmenkonvetion genannten Kriterien „Verantwotlichkeit für den Klimawandel“ und „Fähigkeit zum Klimaschutz“ gelegt. Je größer Verantwortlichkeiten und Fähigkeiten , desto größer muss das Engagement für den Klimaschutz sein. Legen wir diese Kriterien als Maßstab an, müssen die Industrieländer nicht nur zuhause drastisch ihre CO2-Emissionen mindern, sondern auch den Klimaschutz in den Entwicklungsländern in erheblichem Umfang finanzieren. Denn Entwicklung muss auch in Zeiten der Klimakrise ermöglicht werden.

Deutschland trägt, der HBS-Studie zu Folge, 5,6% der globalen Verantwortlichkeit für den Klimaschutz, obwohl nur 1,3% der Weltbvölkerung in Deutschland leben. Deutschlands Verpflichtungen gegenüber den Entwicklungsländern, welche überwiegend die geringste Verantwortung für den Klimawandel tragen, aber am stärksten unter seinen Folgen leiden, ist also hoch. Daher mutet es seltsam an, dass das Förderprogramm zur Sanierung von Altbauten der Bundesregierung möglicherweise durch Gelder finanziert werden soll, die bereits für internationale Förderprogramme vorgesehen waren. Dies wäre ein falsches Signal. Die Industrieländer müssen eben sowohl international als auch zu hause „Vorreiter“ sein. Für Deutschland bedeutet dies, dass die nationalen CO2-Emissionen bis 2020 um 40% reduziert und in einem ähnlichen Umfang Emissionen in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Hilfe Deutschlands vermieden werden müssen. Das wäre ein sinnvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur Armutsbekämpfung!